19. Jahrhundert
Das Wartburgfest
Studenten aus verschiedenen deutschen Staaten versammeln sich auf der Wartburg. Das Fest wird zu einem Symbol für nationale Einheit, Freiheitsrechte und politische Mitgestaltung – Ideen, aus denen die burschenschaftliche Bewegung hervorgeht.
Progreßverbindung Allemannia
Am 1. Mai wird in Braunschweig die Progreßverbindung Allemannia gegründet. Sie führt die Farben Schwarz, Gold und Blau. Nach einem Verbot ruht das Verbindungsleben zunächst.
Braunschweiger Fechtverein
Studenten schließen sich zu einem Fechtverein zusammen. Aus diesem Kreis entsteht zwei Jahre später die Burschenschaft Alemannia.
Stiftung der Burschenschaft
Am 10. November wird die Burschenschaft Alemannia mit den Farben Schwarz, Gold und Rot gestiftet. Sie trägt den Wahlspruch „Ehre. Freiheit. Vaterland.“ und den Wappenspruch „Per aspera ad astra“.
Eine gemeinsame Traditionslinie
Vier verbliebene Gründer der früheren Allemannia übertragen am 23. Oktober ihre Tradition auf die Burschenschaft. Schwarz, Gold und Blau werden später zu den Farben der Altherrenschaft.
Mitten im Hochschulleben
Bei der Einweihung des neuen Hochschulgebäudes an der Pockelsstraße stellt Alemannia den Vorsitzenden der Studentenschaft.
20. Jahrhundert
Einweihung des Alemannenhauses
Das eigene Verbindungshaus am Rebenring wird eingeweiht. Bis heute ist es Wohnort, Treffpunkt und Mittelpunkt des Bundeslebens.
Neubeginn nach dem Ersten Weltkrieg
Nach Kriegsende wird der Aktivenbetrieb wiederaufgenommen. Alemannia tritt der Deutschen Burschenschaft bei, der sie bis 2013 angehören wird.
Positionierung in der Weimarer Republik
Während nationalsozialistische Hochschulgruppen an Einfluss gewinnen, setzt sich Rektor Karl Mühlenpfordt für die Ehrendoktorwürde des ehemaligen Reichsministers Carl Severing ein. Alemannia beschließt, dass ihre Mitglieder parteipolitisch ungebunden bleiben sollen.
Auflösung und Gleichschaltung
Mit der Auflösung der Deutschen Burschenschaft endet der freie Verbindungsbetrieb. Unter dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund wird der Bund in eine Kameradschaft überführt, die nach internen Auseinandersetzungen wieder aufgelöst wird. Das Haus wird dem NSKK zugewiesen.
Kriegsende
Die Technische Hochschule öffnet wieder. Das Alemannenhaus ist beschlagnahmt und geplündert; das Verbindungsleben muss von Grund auf neu aufgebaut werden.
Wiedergründung
Am 11. Dezember 1948 entsteht zunächst der „Verein der Förderer der AStV“. Im Februar 1951 nimmt die Gemeinschaft wieder den Namen Burschenschaft Alemannia an.
Freundschaft mit Ghibellinia
Alemannia begründet die Freundschaft mit der Burschenschaft Ghibellinia zu Stuttgart. Die Verbindung wird über Jahrzehnte durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Veranstaltungen gepflegt.
21. Jahrhundert
150 Jahre Alemannia
Mit einem großen Stiftungsfest begeht Alemannia ihr 150-jähriges Bestehen. 2006 folgt das 50-jährige Jubiläum der Freundschaft mit Ghibellinia.
Austritt aus der Deutschen Burschenschaft
Am 18. Mai beendet Alemannia nach mehr als neun Jahrzehnten ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft.
Gründung der ADB
Alemannia beteiligt sich als Gründungsmitglied an der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft.
Unabhängiger Bund
Mit dem Austritt aus der ADB entscheidet sich Alemannia für den Weg als verbandsfreie und eigenständige Burschenschaft.

