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Unsere Wurzeln

175 Jahre in Bewegung.

Von der Progreßverbindung Allemannia über zwei Weltkriege und den Wiederaufbau bis zur heutigen unabhängigen Burschenschaft: eine Geschichte mit Brüchen, Entscheidungen und Neuanfängen.

Aufbruch und Gründung

19. Jahrhundert

1817

Das Wartburgfest

Studenten aus verschiedenen deutschen Staaten versammeln sich auf der Wartburg. Das Fest wird zu einem Symbol für nationale Einheit, Freiheitsrechte und politische Mitgestaltung – Ideen, aus denen die burschenschaftliche Bewegung hervorgeht.

1850

Progreßverbindung Allemannia

Am 1. Mai wird in Braunschweig die Progreßverbindung Allemannia gegründet. Sie führt die Farben Schwarz, Gold und Blau. Nach einem Verbot ruht das Verbindungsleben zunächst.

1871

Braunschweiger Fechtverein

Studenten schließen sich zu einem Fechtverein zusammen. Aus diesem Kreis entsteht zwei Jahre später die Burschenschaft Alemannia.

1873

Stiftung der Burschenschaft

Am 10. November wird die Burschenschaft Alemannia mit den Farben Schwarz, Gold und Rot gestiftet. Sie trägt den Wahlspruch „Ehre. Freiheit. Vaterland.“ und den Wappenspruch „Per aspera ad astra“.

1875

Eine gemeinsame Traditionslinie

Vier verbliebene Gründer der früheren Allemannia übertragen am 23. Oktober ihre Tradition auf die Burschenschaft. Schwarz, Gold und Blau werden später zu den Farben der Altherrenschaft.

1877

Mitten im Hochschulleben

Bei der Einweihung des neuen Hochschulgebäudes an der Pockelsstraße stellt Alemannia den Vorsitzenden der Studentenschaft.

Haus, Diktatur und Neubeginn

20. Jahrhundert

1913

Einweihung des Alemannenhauses

Das eigene Verbindungshaus am Rebenring wird eingeweiht. Bis heute ist es Wohnort, Treffpunkt und Mittelpunkt des Bundeslebens.

1919

Neubeginn nach dem Ersten Weltkrieg

Nach Kriegsende wird der Aktivenbetrieb wiederaufgenommen. Alemannia tritt der Deutschen Burschenschaft bei, der sie bis 2013 angehören wird.

1929

Positionierung in der Weimarer Republik

Während nationalsozialistische Hochschulgruppen an Einfluss gewinnen, setzt sich Rektor Karl Mühlenpfordt für die Ehrendoktorwürde des ehemaligen Reichsministers Carl Severing ein. Alemannia beschließt, dass ihre Mitglieder parteipolitisch ungebunden bleiben sollen.

1935/36

Auflösung und Gleichschaltung

Mit der Auflösung der Deutschen Burschenschaft endet der freie Verbindungsbetrieb. Unter dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund wird der Bund in eine Kameradschaft überführt, die nach internen Auseinandersetzungen wieder aufgelöst wird. Das Haus wird dem NSKK zugewiesen.

1945

Kriegsende

Die Technische Hochschule öffnet wieder. Das Alemannenhaus ist beschlagnahmt und geplündert; das Verbindungsleben muss von Grund auf neu aufgebaut werden.

1948–51

Wiedergründung

Am 11. Dezember 1948 entsteht zunächst der „Verein der Förderer der AStV“. Im Februar 1951 nimmt die Gemeinschaft wieder den Namen Burschenschaft Alemannia an.

1956

Freundschaft mit Ghibellinia

Alemannia begründet die Freundschaft mit der Burschenschaft Ghibellinia zu Stuttgart. Die Verbindung wird über Jahrzehnte durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Veranstaltungen gepflegt.

Eigenständigkeit und Gegenwart

21. Jahrhundert

2000

150 Jahre Alemannia

Mit einem großen Stiftungsfest begeht Alemannia ihr 150-jähriges Bestehen. 2006 folgt das 50-jährige Jubiläum der Freundschaft mit Ghibellinia.

2013

Austritt aus der Deutschen Burschenschaft

Am 18. Mai beendet Alemannia nach mehr als neun Jahrzehnten ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft.

2016

Gründung der ADB

Alemannia beteiligt sich als Gründungsmitglied an der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft.

2023

Unabhängiger Bund

Mit dem Austritt aus der ADB entscheidet sich Alemannia für den Weg als verbandsfreie und eigenständige Burschenschaft.

Geschichte gelesen. Alemannia selbst kennenlernen.